Morgenwunder

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In den USA Tanzshow-Liebling, in Südkorea jahrelang Hassfigur

Apolo Anton Ohno war jahrelang das Gesicht des amerikanischen Shorttracks und holte zwischen 2002 und 2010 bei drei Olympia-Teilnahmen acht Medaillen, darunter zwei Goldmedaillen. Angefangen hatte alles beim Schwimmen und Inlineskaten, bis ihn als Kind die Übertragung der Shorttrack-Wettkämpfe 1994 packte und sein Vater, ein alleinerziehender Friseur, ihn konsequent förderte. Schon mit 14 gewann Ohno seinen ersten nationalen Meistertitel, scheiterte aber kurz danach an der Olympiaqualifikation für Nagano und musste sich mental wie körperlich neu aufstellen. Über ein Jahrzehnt gehörte er danach zur Weltspitze, holte mehrfach den Gesamtweltcup und 2008 sogar den WM-Titel im Mehrkampf.

Besonders prägend wurde sein erster Olympiasieg 2002 in Salt Lake City, wo der Südkoreaner Kim Dong-sung nach einem umstrittenen Laufweg-Foul disqualifiziert wurde und Ohno stattdessen Gold bekam. Die Entscheidung sorgte für wochenlange Empörung in Südkorea, Ohno erhielt Morddrohungen und stand unter Polizeischutz, während er in den USA zum gefeierten Helden wurde. Jahrelang blieb sein Verhältnis zur südkoreanischen Öffentlichkeit angespannt, erst nach seiner Karriere besserte sich das Bild. Sportlich passte er sich in dieser Zeit an jüngere, leichtere Konkurrenten an, veränderte Ernährung und Training radikal und holte 2006 in Turin mit cleverer Renntaktik ein zweites Mal Gold, bevor er 2010 in Vancouver seine Karriere mit drei weiteren Medaillen beendete.

Abseits der Eisbahn machte ihn seine ständige Präsenz in den NBC-Olympiaübertragungen und sein Sieg bei der Tanzshow Dancing with the Stars zu einem der bekanntesten Sportler der USA, der auch Werbeverträge und gute Bezahlung einbrachte. Nach dem Karriereende moderierte und kommentierte er für das Fernsehen, engagierte sich für die Special Olympics und stieg als Geschäftsmann in Bereiche wie Seltene Erden und digitale Währungen ein. Privat beschreibt er die enge, aber auch fordernde Beziehung zu seinem Vater als entscheidend für seinen Erfolg und sprach offen über seine rebellische Jugend sowie einen belastungsbedingten Bronchospasmus, den er während seiner aktiven Zeit verschwieg. Als jemand gemischter Herkunft setzt er sich zudem für die Sichtbarkeit asiatisch-amerikanischer Vorbilder ein und wurde für seine Lebensleistung in mehrere Ruhmeshallen aufgenommen.

Seinen ersten von elf nationalen Meistertiteln gewann Ohno mit 14 Jahren – 2007 holte er dann auch noch den Sieg bei Dancing with the Stars.

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Der Artikel stammt aus der Wikipedia und steht unter CC BY-SA 4.0. Die Einleitung oben ist unsere eigene.

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