Kuriose Geschichte · Erde & Orte
30 Tempel ausgegraben – und niemand weiß, welchen Göttern sie galten
Eine Hauptstadt mit 180 Hektar Fläche, 6,6 Kilometer Stadtmauer und geschätzt nur 10.000 bis 12.000 Einwohnern: Ḫattuša war eher riesige Anlage als dichte Stadt, und der weitaus größte Teil davon liegt bis heute unausgegraben. Gleichzeitig ist der Ort eine der reichsten Textquellen der Antike – über 30.000 Tontafeln in Keilschrift, hethitisch, altassyrisch und weiteren Sprachen, ohne die wir vom Großreich der Hethiter kaum etwas wüssten. Der Widerspruch macht den Reiz aus: Wir lesen die Verwaltung und Politik dieses Reiches im Detail, aber bei den über dreißig Tempelbauten fehlen die Inschriften, die verraten würden, wem sie geweiht waren. Und ausgegraben wurde bislang vor allem das Öffentliche – Palast, Tempel, Tore – während die Wohnviertel fast unberührt im Boden liegen.
Auf 2,1 Kilometern Nord-Süd-Ausdehnung steigt das Stadtgelände um rund 280 Höhenmeter an – und die Felsen, die es durchbrechen, waren in hethitischer Zeit durchweg bebaut.
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Der Artikel stammt aus der Wikipedia und steht unter CC BY-SA 4.0. Die Einleitung oben ist unsere eigene.
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