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Ohne Zeichenausbildung wurde er zum "neuen Carl Barks"
Don Rosa ist der amerikanische Comiczeichner, der ab 1987 Dagobert-Duck-Geschichten schuf und dafür vor allem wegen seines zwölfbändigen Epos über Dagoberts Leben berühmt wurde. Schon als Kind war er von Carl Barks' Comics fasziniert, studierte eigentlich Bauingenieurwesen und arbeitete erst in der Ziegelfirma seines Großvaters, bevor er über selbstgezeichnete Fanzine-Geschichten und eine Superheldenparodie namens Captain Kentucky zum professionellen Comiczeichnen fand. Seinen Durchbruch erlebte er beim amerikanischen Verlag Gladstone, wechselte aber wegen Streitigkeiten um Rechte an Originalzeichnungen bald zum dänischen Verlag Egmont, für den er den Großteil seines Werks schuf, bis ihn eine Netzhautablösung 2006 zur Aufgabe zwang. Trotz zweier Eisner Awards und großer Popularität sah er sich selbst stets nur als Fan, der niemals mit seinem Vorbild Barks verglichen werden wollte.
Typisch für Rosa ist die akribische Recherche, mit der er seine oft vor historischem Hintergrund spielenden Abenteuer mit echten Personen wie Theodore Roosevelt oder Geronimo anreichert und konsequent in den 1950er Jahren ansiedelt, um Barks' Zeitlinie nicht zu widersprechen. Sein Zeichenstil blieb mangels Ausbildung kantig und unsauber, dafür legte er großen Wert auf Mimik, Wortwitze und versteckte Anspielungen, etwa die Widmung D.U.C.K. an Barks oder versteckte Micky-Maus-Silhouetten. Erzähltechnisch experimentierte er mit Panelaufbau, Zeitlupe und ungewöhnlichen Perspektiven, wobei Kritiker ihm zwar hohe erzählerische Dichte, aber auch mitunter überladene, wenig disziplinierte Bildkompositionen attestierten. Besonders umstritten unter Fans war sein zwölfbändiger Zyklus über Dagoberts Jugend, weil er darin eigene Figuren erfand und Widersprüche zu anderen Zeichnern in Kauf nahm.
In der Rezeption gilt weniger sein Zeichenstil als seine Erzählweise und die Art, wie er Emotionen und Humor über das Zusammenspiel von Text und Bild transportiert, als seine eigentliche Stärke, die ihn sogar über sein Vorbild Barks hinausheben soll. Rezensenten loben vor allem seine Hauptserie über Dagoberts Leben als liebevolle, kenntnisreiche Hommage, die den Milliardär vom skrupellosen Kapitalisten zum sympathischen Selfmademan weiterentwickelt. Gleichzeitig wird ihm vorgeworfen, seine Bilder manchmal mit Details und Nebenhandlungen zu überladen, was die Übersichtlichkeit einzelner Panels beeinträchtige. Sein Werk wurde in zahlreichen Sammelbänden neu aufgelegt und sogar musikalisch von einem finnischen Nightwish-Musiker vertont, was zeigt, wie sehr Rosas Version von Entenhausen das heutige Bild der Figuren geprägt hat.
In seinem gesamten Werk stehen nur 87 Disney-Geschichten – 17 davon gehören zu "Onkel Dagobert – Sein Leben, seine Milliarden".
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Der Artikel stammt aus der Wikipedia und steht unter CC BY-SA 4.0. Die Einleitung oben ist unsere eigene.
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