Wissenschaft & Ideen
1883 gedacht, hundert Jahre später von Computern gebraucht
Ein Stück Geometrie aus dem 19. Jahrhundert lag praktisch brach, bis digitale Bilder automatisch ausgewertet werden mussten – dann wurde daraus ein Kernstück des maschinellen Sehens. Die Idee dahinter ist überraschend anschaulich: Wenn zwei Kameras dasselbe Objekt sehen, muss ein Punkt aus dem ersten Bild im zweiten nicht irgendwo liegen, sondern auf einer einzigen Linie. Aus einer Suche über die ganze Bildfläche wird so eine Suche entlang einer Geraden – und genau das macht 3D-Rekonstruktion aus Fotos überhaupt praktikabel. Wer wissen will, wie Maschinen Tiefe aus flachen Bildern gewinnen, findet hier das mathematische Skelett.
Die Grundlagen wurden schon 1883, 1899 und 1908 untersucht – ihre eigentliche Bedeutung bekam die Epipolargeometrie erst, als Rechner digitale Bilder automatisch auswerten konnten.
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Der Artikel stammt aus der Wikipedia und steht unter CC BY-SA 4.0. Die Einleitung oben ist unsere eigene.
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