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Drei Siege aus vier Rennen – und trotzdem ein Albtraum am Lenkrad

Der March 701 war der erste Formel-1-Wagen des neu gegründeten britischen Herstellers March Engineering, entstanden 1969/70 als Reaktion darauf, dass durch Sponsoring plötzlich auch unabhängige Teams in die Formel 1 drängten, für die etablierte Konstrukteure wie Lotus oder Brabham aber keine Neuwagen verkauften. In nur zehn Wochen von Robin Herd und Peter Wright entworfen, war er technisch eher konventionell, abgesehen von seitlichen Karosserieteilen, die erstmals gezielt Abtrieb erzeugen sollten – eine Idee, die erst Jahre später bei Lotus wirklich zur Wirkung kam. Finanziert wurde die Entwicklung heimlich von Porsche, das sich damit die Dienste eines Fahrers sichern wollte, und schon im Februar 1970 standen zwei fahrbereite Autos in Silverstone, was Beobachter überraschte, die dem jungen Unternehmen ein solches Tempo nicht zugetraut hatten. Insgesamt entstanden elf Chassis, die an das eigene Werksteam und zahlreiche Kundenteams gingen, darunter das damalige Weltmeisterteam Tyrrell.

Trotz seiner Schlichtheit gewann der Wagen gleich mehrere seiner ersten Rennen, unter anderem einen WM-Lauf in Spanien, und March landete am Saisonende überraschend auf Platz drei der Konstrukteurswertung. Dahinter steckte aus Sicht einiger Beteiligter vor allem das Fahrkönnen von Jackie Stewart und Chris Amon, während andere schlicht von Glück sprachen, weil die Konkurrenz zu Saisonbeginn noch nicht aufgerüstet hatte. Der Wagen hatte nämlich handfeste Mängel: Er war zu schwer, die Gewichtsverteilung mit Kühler vorn und Öltank hinten machte ihn träge in Kurven, und Stewart bezeichnete ihn später als das am schwersten fahrbare Auto seiner Karriere. Weil sich das Konzept kaum weiterentwickeln ließ, blieb March im Laufe der Saison technisch stehen, während Konkurrenten wie Lotus mit neuen Modellen aufholten, sodass der 701 schon 1971 kaum noch konkurrenzfähig war.

Danach führten die einzelnen Chassis ein vielfältiges Nachleben: Sie wurden umgebaut, verkauft, in der südafrikanischen Meisterschaft, der Tasman-Serie und der Formel 5000 eingesetzt, mehrfach bei Unfällen beschädigt und teils als Ersatzteillager für andere Exemplare verwertet. Ein deutscher Käufer verklagte March sogar wegen angeblich mangelhafter Auslieferung und ließ Werkswagen beschlagnahmen, bevor eine Vergleichsfahrt den Streit beilegte. Über den heutigen Verbleib der meisten Fahrzeuge gibt es nur lückenhafte Angaben, einige galten aber noch Jahrzehnte später als erhalten und rennfähig. 2017 kam ein Fahrer bei einem historischen Rennen in einem so lackierten March 701 ums Leben, ein später Nachhall eines Autos, das trotz seiner Schwächen zum meistgebauten Formel-1-Modell seiner Saison wurde.

Neun verschiedene Rennställe meldeten 13 Fahrer auf einem March 701 zu WM-Läufen – darunter das Werksteam und Tyrrell, das den Wagen eines Konkurrenten für seinen Weltmeister einsetzte.

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Der Artikel stammt aus der Wikipedia und steht unter CC BY-SA 4.0. Die Einleitung oben ist unsere eigene.

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