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Geplant für fünfeinhalb Jahre, kreist sie seit 2006 um den Mars
Der Mars Reconnaissance Orbiter ist eine NASA-Sonde, die 2005 zum Mars aufbrach und seit 2006 den Planeten umkreist – damals die schwerste amerikanische Marssonde seit den Viking-Missionen der Siebzigerjahre. Ihr Hauptziel ist es, die Oberfläche so scharf wie nie zuvor zu kartieren, um geologische Details wie mögliche frühere Wasserquellen zu finden und Landeplätze für spätere Missionen wie Phoenix oder das Marsrover-Projekt Curiosity vorzubereiten. Dafür trägt sie gleich mehrere Instrumente: eine extrem hochauflösende Kamera namens HiRISE, eine Kontextkamera, ein Mineralienspektrometer, eine Wetterkamera, ein Atmosphäreninstrument und ein Bodenradar, das nach Wasser und Eis unter der Oberfläche sucht. Zusätzlich dient sie als Relaisstation, die Daten von Landesonden auf der Marsoberfläche zur Erde weiterfunkt.
Besonders aufwendig war die Ankunft am Mars: Nach einem holprigen Start mit zwei verschobenen Startterminen musste die Sonde durch ein langes Bremsmanöver in die Umlaufbahn einschwenken, ohne dass die Erde während der entscheidenden Minuten Kontakt zu ihr hatte. Danach folgte monatelanges sogenanntes Aerobraking, bei dem die Sonde immer wieder kurz in die obere Marsatmosphäre eintauchte, um durch Luftwiderstand ihre Bahn abzusenken, statt dafür kostbaren Treibstoff zu verbrennen. Erst nach hunderten solcher Tauchgänge erreichte sie ihre endgültige, fast polare Umlaufbahn und konnte mit der eigentlichen wissenschaftlichen Arbeit beginnen. Technisch beeindruckt die Sonde durch einen strahlungsgehärteten Bordcomputer, große Solarflügel und eine Antenne, die enorme Datenmengen zur Erde schickt, weit mehr als frühere Marssonden zusammen.
Im Lauf der Jahre lieferte der Orbiter immer wieder spektakuläre Aufnahmen: Er fotografierte den Rover Opportunity am Kraterrand, dokumentierte die Landung von Curiosity, entdeckte frisches Wassereis in einem neu entstandenen Einschlagkrater und half sogar dabei, die jahrzehntelang verschollene Landestelle der britischen Sonde Beagle 2 aufzuspüren. Aufnahmen von Erosionsrinnen lieferten zudem Hinweise darauf, dass auf dem Mars zeitweise noch flüssiges Wasser fließen könnte. Nach technischen Problemen mit der Software musste die Sonde einmal in einen Sicherheitsmodus wechseln, konnte aber nach einem Software-Update wieder normal arbeiten. Die ursprünglich auf vier Jahre angelegte Hauptmission endete Ende 2010, doch der verbliebene Treibstoff reicht für viele weitere Jahre als Kommunikationsplattform und Beobachtungsinstrument.
Als die Sonde 2006 eintraf, umkreisten erstmals vier aktive Orbiter gleichzeitig den Mars – neben ihr Mars Global Surveyor, Mars Odyssey und Mars Express.
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Der Artikel stammt aus der Wikipedia und steht unter CC BY-SA 4.0. Die Einleitung oben ist unsere eigene.
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