Erde & Orte · Kunst & Architektur
Fast 200 Jahre war er politisch bedeutungslos – dann kam 1918
Wenn heute "der Kreml" etwas verlautet, meint niemand eine Mauer mit 20 Türmen. Genau das macht den Ort interessant: Nach der Verlegung der Hauptstadt nach Sankt Petersburg verlor die Zarenresidenz ihre Rolle als Machtzentrum – erst die Oktoberrevolution holte sie zurück, ausgerechnet für eine Regierung, die mit Zaren und Patriarchen nichts zu tun haben wollte. Seit 1992 sitzt dort der russische Präsident, mitten in einem Ensemble aus Kathedralen und Palästen, das gleichzeitig Museum und UNESCO-Welterbe ist. Ein Gebäudekomplex, dessen Name zum Synonym für eine ganze Führung wurde.
Der Befestigungsring aus den Jahren 1485 bis 1499 steht bis heute weitgehend erhalten – und wurde zum Bauvorbild für Festungen in anderen russischen Städten.
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