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Acht Jahre spielte United im Stadion des Erzrivalen
Das Old Trafford in Manchester ist mit Platz für gut 74.000 Zuschauer das zweitgrößte Fußballstadion Großbritanniens und seit 1910 die Heimat von Manchester United. Gebaut wurde es, weil Vereinsmäzen John Henry Davies die alten Spielstätten des Klubs für unwürdig hielt und Geld für einen Neubau am Bridgewater-Kanal bereitstellte, entworfen vom Architekten Archibald Leitch. Im Zweiten Weltkrieg zerstörten deutsche Luftangriffe weite Teile des Stadions, sodass United fast ein Jahrzehnt lang bei Stadtrivale Manchester City zur Miete spielen musste, ehe 1949 wieder gespielt werden konnte. Danach wuchs das Stadion in mehreren Schüben weiter, mit Flutlicht, auskragenden Dächern ohne Sichtbehinderung durch Stützpfeiler und immer mehr Rängen.
Einen tiefen Einschnitt brachte der Taylor Report nach der Hillsborough-Katastrophe von 1989, der reine Sitzplatzstadien vorschrieb und die Kapazität vorübergehend auf einen historischen Tiefstand von 44.000 drückte. Mit den sportlichen Erfolgen der 1990er und 2000er Jahre wurde kontinuierlich weitergebaut, etwa mit einer neuen Nordtribüne zur Europameisterschaft 1996 und zusätzlichen Rängen an Ost- und Westtribüne, bis das Stadion seine heutige Größe erreichte. Die vier Tribünen tragen inzwischen Namen wie Sir Alex Ferguson Stand oder Sir Bobby Charlton Stand, und Statuen von Spielern wie Denis Law oder der „heiligen Dreifaltigkeit“ George Best, Law und Charlton säumen das Umfeld. Langfristig gibt es Pläne für eine deutlich größere Arena, zuletzt sogar für einen kompletten Neubau mit Platz für 100.000 Menschen, deren Umsetzung aber wegen hoher Kosten und beengter Lage neben Bahngleisen und Wohnhäusern unsicher bleibt.
Neben Fußball war das Old Trafford Schauplatz vieler anderer Ereignisse, etwa WM-Spiele 1966, ein Champions-League-Finale 2003 und olympische Fußballpartien 2012. Besonders eng ist die Verbindung zum Rugby League, dessen Super-League-Finale seit 1998 traditionell hier ausgetragen wird, ergänzt um Weltmeisterschaftsendspiele und Länderspiele mit Weltrekordkulisse. Auch ein Boxkampf zwischen Chris Eubank und Nigel Benn, Konzerte etwa von Simply Red oder Bruce Springsteen sowie private Hochzeiten und Firmenfeiern fanden auf dem Gelände statt. Die Zuschauerzahlen und Rekorde des Stadions schwanken dabei je nach Zählweise, je nachdem ob verkaufte Karten oder tatsächlich anwesende Besucher gezählt werden, was bis heute für Diskussionen sorgt.
Der Zuschauerrekord stammt aus dem Jahr 1939: 76.962 Menschen sahen ein FA-Cup-Halbfinale – mehr, als heute überhaupt ins Stadion passen.
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Der Artikel stammt aus der Wikipedia und steht unter CC BY-SA 4.0. Die Einleitung oben ist unsere eigene.
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