Wissenschaft & Ideen
Der Dialog trägt seinen Namen, doch am Ende schweigt er einfach
Sokrates diskutiert hier nicht gegen die Lust, sondern über sie – er räumt ihr durchaus ihr Recht ein und schiebt sie am Schluss trotzdem ans untere Ende der Werteskala, unter das richtige Maß. Der Weg dorthin führt über eine erstaunlich technische Frage: Wie viele Arten von Lust gibt es überhaupt, und wie zerlegt man etwas Einheitliches sinnvoll in Vieles? Genau deshalb gilt der Text als einer der schwersten Platon-Dialoge und wird bis heute vor allem wegen seiner Einteilung alles Seienden in vier Klassen gelesen. Wer wissen will, warum eine antike Debatte über Genuss in einer Metaphysik endet, findet hier den kürzesten Weg.
Philebos, der Hedonist, der dem Werk seinen Namen gibt, überlässt das Streiten weitgehend seinem Freund Protarchos – und am Ende, als die Wertordnung steht, sagt er gar nichts mehr.
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Der Artikel stammt aus der Wikipedia und steht unter CC BY-SA 4.0. Die Einleitung oben ist unsere eigene.
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