Morgenwunder

Kunst & Architektur

Jahrzehnte trug er den falschen Namen – und fand zurück

Corinth schenkte das Bild seinem Nachbarn, dem Herrenschneider Walther Silberstein. Ein Namensfehler in der Literatur machte daraus jahrzehntelang das "Porträt Max Silberstein" – auch im offiziellen Werkverzeichnis. Dass die Geschichte des Bildes zugleich die Verfolgungsgeschichte einer Familie erzählt, macht es zu mehr als einem braun gemalten Spätwerk: Die Witwe wurde deportiert und ermordet, das Bild verschwand, tauchte nach dem Krieg in einer Privatsammlung auf und wurde 2003 vom Enkel des Porträtierten zurückgekauft. Wer wissen will, wie ein einzelnes Leinwandstück 100 Jahre Geschichte trägt, liest hier fünf Minuten.

Der Enkel des Dargestellten kaufte das Gemälde 2003 im Kunsthandel für seine Mutter zurück; 2025 kam es als Schenkung ins Jüdische Museum Berlin.

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Der Artikel stammt aus der Wikipedia und steht unter CC BY-SA 4.0. Die Einleitung oben ist unsere eigene.

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