Erde & Orte · Kunst & Architektur
Erst als Ruine wurde sie richtig berühmt
Die Rudelsburg war jahrhundertelang ein Zweckbau: Bischöfe von Naumburg sicherten damit Handelswege, Markgrafen und Bischöfe zerrten um sie, im Dreißigjährigen Krieg ging sie kaputt und verfiel. Ausgerechnet dieser Verfall machte sie groß – im 19. Jahrhundert entdeckten Burgenromantik und Wandertourismus die Trümmer und erklärten sie zur schönsten aller Saaleburgen. Ab 1855 wurde sie zum jährlichen Treffpunkt der Kösener Corpsstudenten und damit über die Region hinaus bekannt. Eine Wehranlage, die ihren zweiten, bekannteren Lebensabschnitt als Aussichtspunkt und Ausflugsziel begann.
Zerstört wurde die Vorburg 1348 nicht von einem fremden Heer, sondern von der Nachbarstadt Naumburg, die sie schleifen ließ.
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