Kunst & Architektur
Warum Corinth immer wieder in die Schlachthäuser zurückkehrte
Ein Fleischerladen bei München, 1897 gemalt – und Kunsthistoriker lesen darin nicht Handwerk, sondern Biografie: Corinth war Gerbersohn, aufgewachsen mit Häuten und Kadavern. Das Bild steht nicht allein, sondern in einer ganzen Reihe von Schlachthaus- und Fleischbildern, die sich durch sein Werk ziehen. Besonders unbequem wird es, wenn man die Deutung ernst nimmt, die diese Gemälde in direkte Beziehung zu seinen Aktbildern setzt. Fünf Minuten, in denen aus einem Genrebild etwas deutlich Verstörenderes wird.
Dieselben Kunsthistoriker, die in den Fleischerläden Corinths Kindheitserinnerungen sehen, stellen sie regelmäßig neben seine Aktdarstellungen.
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Der Artikel stammt aus der Wikipedia und steht unter CC BY-SA 4.0. Die Einleitung oben ist unsere eigene.
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