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Fast fünf Jahre am Boden – wegen eines fremden Unglücks
STS-118 war 2007 der erste Flug der Raumfähre Endeavour nach fast fünf Jahren Pause, die durch das Columbia-Unglück ausgelöst wurde. An Bord war mit Barbara Morgan eine ehemalige Ersatzlehrerin für das Challenger-Projekt, das nach dem Verlust jener Fähre nie stattgefunden hatte, und sie hielt nun als erste Lehrerin tatsächlich Unterrichtsstunden aus dem All. Die Mission brachte die Gitterstruktur S5 zur Internationalen Raumstation, lieferte per Spacehab-Modul reichlich Fracht und testete erstmals ein System, das dem Shuttle erlaubt, Strom direkt von der Station zu beziehen und dadurch länger angekoppelt zu bleiben. Vor dem Start hatte es allerdings einige Nervenproben gegeben, etwa einen unerwarteten Druckverlust in der Kabine und einen gemeldeten Sabotagefall an einem Bordcomputer, weshalb der Start letztlich um einen Tag verschoben wurde.
Im All liefen die eigentlichen Arbeiten in vier Außeneinsätzen ab, bei denen die Astronauten die neue Struktur montierten, ein defektes Lagekontroll-Gyroskop austauschten und Vorbereitungen für spätere Umbauten der Station trafen. Dabei gab es auch Pannen: Ein Hauptcomputer der Station fiel wegen eines fehlerhaften Befehls kurzzeitig aus, und ein Ausstieg musste vorzeitig beendet werden, weil sich in einem Handschuh ein Riss zeigte, verursacht durch eine scharfe Kante an einem ISS-Bauteil. Zusätzlich sorgte ein Einschlag von Weltraumschrott in einem Cockpitfenster für Aufsehen, wurde aber als ungefährlich eingestuft. Wegen des heranziehenden Hurrikans Dean wurde die Landung schließlich sogar einen Tag vorgezogen.
Am meisten Kopfzerbrechen bereitete den Verantwortlichen ein Stück Isolierschaum, das sich beim Start vom Außentank gelöst und den Hitzeschild getroffen hatte, wobei der Schaden bis auf die Aluminiumstruktur der Fähre reichte. Tagelang wurde am Boden mit einem originalgetreuen 3-D-Nachbau der beschädigten Stelle in Plasmalaboren getestet, um zu klären, ob eine Reparatur im All nötig sei. Man entschied sich am Ende dagegen und ließ die Endeavour so zur Erde zurückkehren, eine Entscheidung, die sich als richtig erwies, da sich der Schaden beim Wiedereintritt kaum vergrößerte. Erst bei der Nachuntersuchung am Boden zeigte sich zudem, dass ein weiterer Fremdkörper an anderer Stelle ein kleines Loch durch mehrere Schutzschichten geschlagen hatte, ohne die eigentliche Ladetür zu erreichen.
Der Flug am 8. August 2007 war erst der 20. Einsatz der Endeavour – bei insgesamt 119 Space-Shuttle-Missionen zu diesem Zeitpunkt.
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Der Artikel stammt aus der Wikipedia und steht unter CC BY-SA 4.0. Die Einleitung oben ist unsere eigene.
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