Ungelöste Rätsel · Erde & Orte
Amundsen gewann das Rennen, berühmt wurde trotzdem der Verlierer
Scott kam einen Monat zu spät an den Südpol und starb auf dem Rückweg – und genau dadurch verdrängte seine Geschichte den Triumph Amundsens im kollektiven Gedächtnis. Möglich machte das ein Tagebuch: Die Aufzeichnungen, die ein Suchtrupp im November 1912 bei den Leichen fand, dokumentieren das Scheitern so detailliert, dass es lesbarer wurde als der Erfolg. Dazu kommt, dass die Expedition eigentlich als Forschungsreise geplant war und erst durch Amundsens Auftauchen zum Wettrennen um nationales Prestige mutierte. Ein guter Fall dafür, wie Niederlagen zu Erzählungen werden und Siege zu Fußnoten.
Scotts Gruppe erreichte den Pol am 18. Januar 1912 – gut einen Monat nach Amundsen. Die Leichen wurden erst im November desselben Jahres gefunden, zusammen mit den Aufzeichnungen, die den Ruhm der Expedition begründeten.
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Der Artikel stammt aus der Wikipedia und steht unter CC BY-SA 4.0. Die Einleitung oben ist unsere eigene.
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