Musik, Film & Literatur · Menschen & Lebenswege
Der Mann hinter dem Schimmelreiter hielt sich für einen Lyriker
Storm ist als Novellendichter kanonisiert, sah sich selbst aber vor allem als Lyriker – die Gedichte waren für ihn der Ursprung, aus dem die Erzählungen erst wuchsen. Dazu passt, dass sein Werk dem Realismus, dem man ihn zurechnet, immer wieder entwischt: Kunstmärchen, Spukgeschichten, unheimliche Novellen bis hin zum Schimmelreiter. Und der Autor, der gegen Adel, Beamtenhierarchie und die Verquickung von Kirche und Staat schrieb, war selbst Jurist und Landvogt und verarbeitete seinen Berufsalltag in den Texten. Sein Leben lief nebenbei quer durch die deutsch-dänische Geschichte des 19. Jahrhunderts.
Weil die dänischen Behörden seine Berufserlaubnis nicht verlängerten, musste Storm 1853 seine Heimat verlassen und an einem Kreisgericht in Potsdam arbeiten. Erst 1864 kehrte er nach Husum zurück.
Den ganzen Artikel „Theodor Storm“ auf Wikipedia lesen
Der Artikel stammt aus der Wikipedia und steht unter CC BY-SA 4.0. Die Einleitung oben ist unsere eigene.
Jeden Morgen einer.
Ein Wikipedia-Artikel pro Tag, zu deiner Uhrzeit, aus den Themen, die du willst. Kostenlos, jederzeit abbestellbar.
Anmelden