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Ihre Züge sind zu schmal für den Rest des Berliner Netzes

Die U2 ist mit ihren 29 Stationen quer durch Berlin eigentlich eine Zusammenlegung zweier historisch getrennt gewachsener Strecken, die erst 1993 wieder zu einer Linie wurden. Sie beginnt im Osten in Pankow, führt über Alexanderplatz und Potsdamer Platz bis zum Bahnhof Zoo und weiter über das Olympiastadion nach Ruhleben im Westen – als einzige Berliner U-Bahn-Linie mit Anschluss an alle anderen U-Bahn-Linien und die wichtigsten S-Bahn-Strecken. Ihre älteste Teilstrecke, die sogenannte Stammstrecke, wurde schon 1902 eröffnet, war aber ursprünglich als Hochbahn gedacht, weil man durch die noble Friedrichstraße oder Leipziger Straße keine Trasse bauen durfte. In den folgenden Jahren wuchs das Netz Richtung Charlottenburg und über die „Centrumslinie“ zum Alexanderplatz und zur Schönhauser Allee weiter, wobei technische und städtebauliche Zwänge immer wieder über Tunnel- oder Hochbahnlösungen entschieden.

Besonders prägend war die Teilung Berlins: Nach dem Krieg wurde die Strecke zunächst noch durchgehend befahren, doch mit dem Mauerbau 1961 endeten die Züge im Osten am heutigen Thälmannplatz, während der Westteil bis zum Wittenbergplatz verkehrte. Die stillgelegte Verbindungsstrecke zwischen Gleisdreieck und Potsdamer Platz wurde in dieser Zeit zweckentfremdet – dort gab es einen Trödelmarkt in ausrangierten Wagen, einen türkischen Basar und sogar eine Teststrecke für eine Magnetbahn, die M-Bahn, die kurzzeitig sogar echten Fahrgastbetrieb hatte. Erst 1993, nach aufwendigen Sanierungen und dem Rückbau der Grenzanlagen am Bahnhof Potsdamer Platz, wurden beide Teile wieder verbunden und erhielten die gemeinsame Bezeichnung U2. Ein früherer, folgenschwerer Unfall am alten Gleisdreieck 1908, bei dem ein Zug abstürzte und mehrere Menschen starben, hatte schon Jahrzehnte zuvor zum kompletten Umbau dieser gefährlichen Streckenkreuzung geführt.

Auch nach der Wiedervereinigung blieb die Linie Baustelle: Bahnhöfe wurden saniert, Aufzüge nachgerüstet, und 2000 kam mit der Verlängerung nach Pankow der bislang letzte Neubauabschnitt hinzu. 2022 sorgte eine abgesackte Tunnelröhre am Alexanderplatz, verursacht durch Bauarbeiten an einem benachbarten Hochhaus, für eine monatelange Streckensperrung. Für die Zukunft gibt es Pläne, die U2 im Osten bis zur Pankower Kirche und womöglich weiter, im Westen sogar bis nach Spandau und ins Falkenhagener Feld zu verlängern, wobei Letzteres laut Senat vorerst nicht realistisch ist. Insgesamt zeigt die Geschichte der Linie, wie stark politische Teilung, wirtschaftliche Zwänge und städtebauliche Moden ihre heutige Form geprägt haben.

Auf 20,7 Kilometern verbindet die U2 das östliche und das westliche Zentrum Berlins – im sogenannten Kleinprofil-Netz, dem ältesten Teil der Berliner U-Bahn.

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Der Artikel stammt aus der Wikipedia und steht unter CC BY-SA 4.0. Die Einleitung oben ist unsere eigene.

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