Morgenwunder

Ungelöste Rätsel · Weltall & Universum

Die Zweifel kamen erst auf, als die Mondlandungen vorbei waren

Die Idee, die Mondlandungen von 1969 bis 1972 seien von der NASA nur vorgetäuscht worden, geht vor allem auf Bill Kaysing zurück, der 1976 ein Buch mit angeblichen Widersprüchen veröffentlichte, ohne diese wirklich zu belegen. Richtig populär wurde die Theorie 2001 durch eine Fox-Dokumentation, die unter anderem behauptete, die Aufnahmen seien in der Militärbasis Area 51 entstanden und mehrere Astronauten seien zum Schweigen gebracht oder sogar ermordet worden. Die NASA reagierte darauf kaum, weil sie die Beweislast bei den Zweiflern sah, und stellte sogar die Finanzierung eines geplanten Gegenbuchs wieder ein, als das öffentlich kritisiert wurde. Als Motive werden den USA unter anderem der Prestigesieg im Kalten Krieg, die Ablenkung von innenpolitischen Krisen und das Festhalten am Budget unterstellt – Argumente, die sich aber unter anderem daran zerschlagen, dass die Sowjetunion mit eigener Technik und eigenen Sonden längst die Echtheit hätte prüfen und politisch ausschlachten können.

Der Löwenanteil des Artikels widmet sich einzeln durchgegangenen "Beweisen" der Zweifler und ihrer Widerlegung. Dazu zählen die fehlenden Sterne auf Fotos, die durch die Belichtungstechnik erklärbar sind, uneinheitliche Schattenwürfe, die auf unebenem Boden und Kameraperspektive zurückgehen, sowie die angeblich wehende Flagge, die tatsächlich nur nach dem Aufstellen kurz nachschwang. Auch technische Einwände wie die zu niedrigen Sprünge der Astronauten, die fehlende Stichflamme beim Start, der ausbleibende Krater unter der Landefähre oder die angeblich zu schwache Rechenleistung der Bordcomputer werden mit physikalischen und technischen Erklärungen entkräftet, etwa dem schweren Raumanzug, der speziellen Treibstoffmischung oder der Tatsache, dass die eigentlichen Flugbahnberechnungen von Großrechnern in Houston kamen. Weitere Kapitel behandeln mitgebrachtes Mondgestein mit einzigartiger chemischer Zusammensetzung, bis heute aktiv genutzte Laserreflektoren auf der Mondoberfläche, von Funkamateuren weltweit empfangene Signale sowie hochauflösende Fotos moderner Mondsonden, die die Landestellen samt Fußspuren zeigen.

Abschließend geht der Artikel auf die Bestätigung durch sowjetische und russische Stellen ein, die die Landung nie ernsthaft angezweifelt haben, sowie auf einen kuriosen Zwischenfall bei Apollo 12, bei dem eine Kamera ausfiel und die Übertragung ausgerechnet dann versagte, wenn man sie am wenigsten erwarten würde, hätte man alles inszeniert. Zum Schluss wird gezeigt, wie tief das Thema in die Populärkultur eingedrungen ist, von einem James-Bond-Film über Serien wie Futurama und Rick and Morty bis zu Musikvideos und Computerspielen, die die vermeintliche Studiokulisse immer wieder aufgreifen. Insgesamt macht der Artikel deutlich, dass praktisch jedes einzelne Argument der Verschwörungstheoretiker im Detail untersucht und mit nachvollziehbaren physikalischen oder dokumentarischen Erklärungen widerlegt wurde.

Die Theorien richten sich nicht immer gegen alle Missionen: Manche Varianten bestreiten nur die erste bemannte Landung, andere gleich alle Flüge zwischen 1969 und 1972.

Den ganzen Artikel „Verschwörungstheorien zur Mondlandung“ auf Wikipedia lesen

Der Artikel stammt aus der Wikipedia und steht unter CC BY-SA 4.0. Die Einleitung oben ist unsere eigene.

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